PRESSESPIEGEL:
24. Mai 2012
Bericht der Frankfurter Rundschau
Feldmanns Team
Büroleiter wird der Manager Martin Wimmer, Sprecher der Journalist Ralph Klinkenborg
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Es wundert daher nicht, dass kein Sozialdemokrat, sondern ein Parteiloser das Büro des Oberbürgermeisters leiten soll. Der 43-jährige Martin Wimmer ist ein erfahrener Manager, der durch die harte Schule des Weltkonzerns Siemens gegangen ist. Er beriet Feldmann schon während des OB-Wahlkampfs. Dass der SPD-Mann ihn engagiert, kann durchaus als politisches Signal verstanden werden. Wimmer ist auch für das Institut Solidarische Moderne aktiv gewesen, das sich als "Programmwerkstatt für durchführbare politische Alternativen zum Neoliberalismus" versteht. Zum Vorstand des Instituts zählen neben dem Grünen-Europapolitiker Sven Giegold und der Bundestagsabgeordneten der Linken, Katja Kipping, auch die frühere hessische SPD-Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti.
Der neue Oberbürgermeister nennt seinen Büroleiter einen "Menschenfischer", der zugleich ein guter Organisator sei. Wimmer soll weniger nach außen hin in Erscheinung treten, diese Aufgabe übernimmt ein anderer, der in Frankfurt kein Unbekannter ist. Ralph Klinkenborg arbeitete bis 2006 als Sprecher des früheren Frankfurter Bürgermeisters Achim Vandreike (SPD), der dann durch die neue Mehrheit von CDU und Grünen im Stadtparlament abgewählt worden war. Seither war der gelernte Journalist Klinkenborg im Presse- und Informationsamt vor allem mit großen Sportereignissen beschäftigt.
Der heute 59-jährige Klinkenborg ist ein absolut erfahrener Kommunikator, der die Fähigkeit hat, politische Fettnäpfchen zu erkennen und Fallen zu umgehen. Seine intimen Kenntnisse der Stadtverwaltung und ihrer Abläufe werden dem Oberbürgermeister zugutekommen.
Zum Team Peter Feldmanns gehören aber auch zwei jüngere SPD-Mitglieder, beide erst wenig über 30 Jahre alt. Claudius Blindow, der frühere Vorsitzende der Frankfurter Jungsozialisten, arbeitete zuletzt an der Seite des Landrates des Landkreises Rheingau/Taunus, Burkhard Albers (SPD). Blindow wird unter anderem für die Kooperation des OB mit den Gemeinden und Kreisen der Region zuständig sein. Hier will Feldmann neue Impulse setzen: etwa mit gemeinsamen Wohnungsbau-Projekten.
Blindow ist aber auch kundig auf den Feldern der Sozialpolitik, auf denen sich der OB engagieren möchte, etwa beim Thema Kinderarmut.
Das gilt erst recht für Arijana Neumann. Die Sozialdemokratin, früher Vorsitzende des Ortsvereines Bornheim in Frankfurt, wechselte dann ins SPD-geführte Sozialministerium im Bundesland Brandenburg. Sie hat sich in Frankfurt besonders für den neuen Bürgerhaushalt starkgemacht, also die Mitarbeit der betroffenen Menschen am städtischen Etat.
Die Politikwissenschaftlerin hatte dem Frankfurter SPD-Unterbezirksvorstand angehört, war aber 2011 aus Frustration über die politischen Verhältnisse in der Partei und die Niederlage bei der Kommunalwahl nicht wieder angetreten.
Der Oberbürgermeister würdigt Blindow wie Neumann als "sehr hartnäckige Leute" mit Power. Diese Eigenschaften werden sie im OB-Büro gut brauchen können.
Erschienen in der Samstagausgabe der Frankfurter Runschau vom 19.05.2012, Claus-Jürgen Göpfert

